zwischen Schwarzwald
und Kaiserstuhl

Nimburg

Bergkirche von Teningen Nimburg
Die Bergkirche gilt als eines der Wahrzeichen von Nimburg. Sie liegt nicht im Ort sondern am ehemaligen Antoniterkloster am Nimberg.

Lage

Nimburg liegt etwa 4 km südwestlich von Teningen entfernt, zwischen den zwei Flüssen Glotter und Dreisam. Nimburg wird auch „Das Tor zum Kaiserstuhl“ genannt. Auf dem neben Nimburg gelegenen Nimberg hat man eine schöne Aussicht auf die Umgebung.

Geschichte

Nimburg wurde das erste mal 977 urkundlich mit dem Namen „Niwnburch“ und der Kirche erwähnt. 1052 wurde der Kirchenstiftung vom Adligen Hesso im benachbarte Eichstetten ein Gut namens „Nuemburc“ übergeben. Dessen Sohn, Erlewin von „Niumborch“, baute die Südlich unmittelbar über dem Dorf gelegene Burg für seine Grafschaft Nimburg. Von der ist heute jedoch nichts mehr außer der Geländeform zu sehen. Die regelmäßigen Straßengrundrisse Nimburgs lassen vermuten, dass der Ort um 1100 von der Bergkirche zum heutigen Ort, in der nähe der Burg, verlegt wurde. Die Grafen von Nimburg bauten sich im nördlichen Breisgau eine Herrschaft auf, zu der neben Nimburg und Bottingen auch Orte wie Teningen und eventuell auch Köndringen gehörten. Um 1200, nach dem Aussterben der Grafschaft, fing ein langandauernder Erbschaftsstreit an, der mit dem Besitz Nimburgs durch das Bistum Straßburg 1245 beendet wurde. Durch deren Lehen besaßen seit 1262 die Freiburger Grafen und seit 1368 die Tübinger Grafen die Herrschaft über Nimburg. Von Tübingen erwarb der Markgraf Karl I. von Baden 1465 die gemeindlichen vereinigten Dörfer Nimburg und Bottingen. Daraufhin wurden beide Orte seinem Amt Hachberg (Hochburg bei Emmendingen) eingegliedert und gehörten somit auch zum altbadischen Bestand des 1806 errichteten Großherzogtum Baden.

Nimburg und die Oberrheinebene
Blick auf Nimburg und die Oberrheinebene bis hin zur Riegeler Pforte.

Der Markgraf Karl I. erlaubte bereits 1456 den Antonitern des Bau eines Ordenhauses mit Hospital südlich der Bergkirche. Bevor Nimburg 1556 evangelisch wurde, verließen die Antoniter das Haus. Ihr Kloster wurde jedoch als Kranken- und Altenspital bzw. als Meiergut genutzt. Bereits im 30- Jährigen Krieg (1631) wurde das Kloster zerstört, aber wieder aufgebaut. Mit dem Meiergut wurde das Gebäude aber 1850 endgültig abgetragen.

Seit 1975 gehören Nimburg und Bottingen zur Gemeinde Teningen.

Besonderheiten

Bergkirche Nimburg

Die Bergkirche tritt bereit im Jahre 977 das erstemal in Erwähnung. Im Jahre 1456 erlaubte der Markgrafen von Baden dem Antoniterorden den Bau eines Klosters mit Hospital. Auch wurde die Kirche vom Antoniterorden zwischen 1517 und 1545 „gesüdet“ (d.h. nach Süden ausgercihtet) und war nicht mehr „geostet“, wie es normalerweise üblich ist.

Durch verschiedene Um- und Einbauten wurde der spätgotische Charakter verändert. Jedoch sind durch Renovierungen im Jahre 1952- 1954 Fresken entdeckt und freigelegt worden. Es ist aber nicht ganz sicher von wann die Fresken stammen, Vermutungen gehen auf die Antoniterzeit zurück. Sicher ist aber auch, dass ein Teil der Fresken erst nach der Reformation gemalt wurden.

Sehnswert sind neben der 1911 erworbenen und 1954 überholten Steinmeyer- Orgel und dem Taufstein von 1672, die Konzerte in der Bergkirche. Mehrmals jährlich werden Konzerte mit hochkarätigen Musikern organisiert. Dabei ist es die besondere Mischung, die die Menschen immer wieder gerne als Zuhörer kommen lässt: Die wunderbare Akustik des Raumes, die Kerzen, die Fresken an den Wänden, das Licht der Dämmerung, das leichtfarbig durch die Fenster fließt, die Psalmenlesung zu Beginn des Konzerts - hier treten die Struktur der Musik und die Gestaltung des Raumes miteinander in Beziehung.

Der Nimbergpfad

Der Nimbergpfad ist ein Lehrpfad und führt über den ganzen Nimberg. Mit etwa 7,5 km wurde der Pfad 2008 eingeweiht. Gestartet wird am Rathaus in Nimburg. Auf dem Rund weg erreicht man immer wieder Tolle Aussichtpunkt auf den Kaiserstuhl, die Dreisam- Glotter-Niederungen und die Teninger Allmend. Auf 14 Infotafeln entlang der Strecke wird vor allem die Entwicklung der Landnutzung vom Mittelalter bis heute erklärt. Die landwirtschaftliche Vielfalt von Obst-, Acker-, und Rebkulturen sind auch an der Stecke sichtbar.

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